Palliativstützpunkt
Nienburg/W. & Umgebung e.V.
Moltkestraße 4
31582 Nienburg

Tel. 0 50 21- 6500 500
Fax 0 50 21- 6500 599
E-Mail info@palliativ-nienburg.de   

Kontaktdaten als vCard & QR-Code >

S
Kontakt

Rückblick

Auf dieser Seite finden Sie Berichte über Veranstaltungen, die der Palliativstützpunkt Nienburg/W. und Umgebung e. V. durchgeführt hat bzw. über Themen, die sich mit unserer Arbeit beschäftigen.

10 Jahre Palliativstützpunkt Nienburg

Mit rund 100 Gästen wurde am 24. November 2018 im Pavillon des DRK-Altenzentrums in Nienburg ein besonderer Anlass gefeiert: Das 10-jährige Bestehen des Vereins      „Palliativstützpunkt Nienburg/W. und Umgebung e.V.“

Die Veranstaltung wurde moderiert von Karola Holweg, die aktiv im Vorstand des Vereines mitarbeitet. Zahlreiche Gäste, darunter Politiker aus Stadt und Landkreis Nienburg, Vertreter der Landesregierung, der Bundespolitik und der Kirchen wurden ebenso begrüßt wie die 2. Vorsitzende des Fachverbandes SAPV Nds., die in der Palliativarbeit kooperierenden Einrichtungen und Stützpunkte aus den Nachbarlandkreisen. Mitglieder der Hospizvereine DASEIN Hoya und Nienburg, Vertreter der Bollmannstiftung, der Bürgerstiftung und die Koordinatorin der Dorfhelferinnen, VertreterInnen von Cor Leonis Nienburg und  dem Lions Club Stolzenau, der Grünen Damen und des Betreuungsvereines Nienburg – sie alle und viele weitere Gäste hatten sich auf den Weg gemacht, um ihre Glückwünsche auszusprechen und den schönen Anlass mitzufeiern.

In Vertretung von Sozialministerin Dr. Carola Reimann sprach Kultusminister Grant-Hendrik Tonne Grußworte der Landesregierung, Cora Schulze als 2. Vorsitzende des Fachverbandes SAPV in Niedersachsen überbrachte Glückwünsche dieser Einrichtung. Auch Landrat Detlev Kohlmeier schloss sich den guten Wünschen an und drückte seinen Respekt vor der Arbeit aus, die in der SAPV (Spezialiserte ambulante Palliativversorgung) geleistet wird.

Die Festrede hielt anschließend Dr. Pamela Hilgenberg, die ebenfalls ein Jubiläum zu feiern hatte: Von Beginn an füllt sie den Platz der 1. Vereinsvorsitzenden aus und hat zu der Entwicklung der Einrichtung maßgeblich und stets mit großem, ehrenamtlichen Engagement beigetragen.

Bis zur Vereinsgründung am 26.11.2008 gab es für die an der Vorbereitung für diesen Schritt beteiligten Personen viele, nicht immer einfache Wege zu beschreiten. Aber ihr gemeinsames Ziel behielten sie stets im Blick: Schwerstkranken und sterbenden Menschen mit dem Wunsch, in ihrem Zuhause, in ihrer gewohnten Umgebung, zu versterben, sollte geholfen und ihr Wunsch respektiert werden. Und die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt sollte obere Priorität behalten.

Nach der Vereinsgründung und der Anerkennung als förderungswürdiger Palliativstützpunkt durch das Land Niedersachsen im Jahre 2009 sowie den Vertragsabschluss mit den Krankenkassen im Jahre 2010 konnte die praktische Arbeit beginnen.  Viele Spendengelder verbesserten die Ausgangssituation, Kooperationen mit Pflegediensten, PalliativärztInnen, den Hospizvereinen DASEIN Nienburg und Hoya wurden geschlossen. Ein Büro in der Nienburger Helios-Klinik wurde kostenlos zur Verfügung gestellt, eine Koordinatorin fest eingestellt.

Viel ist seither beim Palliativstützpunkt Nienburg passiert. Etwa 1000 Menschen wurden bis zum Tod begleitet - Menschen, deren Symptome so ausgeprägt waren, dass unsere Mitversorgung im Rahmen der SAPV bei ihnen erforderlich wurde. Das ist etwa bei 10% der Sterbenden der Fall. Etwa 80% der versorgten PatientInnnen konnten wie gewünscht in ihrer gewohnten Umgebung die letzte Lebensphase verbringen und dort versterben.    

Aktuell sind 6 Mitarbeiterinnen beim Palliativstützpunkt Nienburg beschäftigt, das Büro im Krankenhaus  wurde mit zunehmendem Arbeitsanfall zu klein, und so wurden im Jahre 2017 neue Räumlichkeiten in der Moltkestraße 4 in Nienburg bezogen.

Im Jahre 2013 wurde eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe des Palliativstützpunktes gegründet: Das Ethikkomitee für den Landkreis Nienburg, welches Patienten, Angehörige und MitarbeiterInnen medizinischer Einrichtungen in ethischen Fragen auf Wunsch unterstützt.

Zum Abschluss ihrer Rede sagte Dr. Pamela Hilgenberg vielen Menschen DANKE:

Der ersten kleinen Gruppe von Aktiven, und hier im Besonderen dem Hospizverein DASEIN Nienburg e. V., die die Planungen hinsichtlich der Palliativversorgung im LK Nienburg angeschoben haben; an alle diejenigen, die ehrenamtlich im Vorstand mitgearbeitet haben oder noch im Gremium tätig sind; an alle Mitarbeiterinnen, die den Aufbau so engagiert begleitet haben und dies immer noch tun; der Bollmann Stiftung für die großzügige finanzielle Unterstützung gerade in der Anfangszeit; der Helios Klinik in Nienburg für die Unterstützung vom ersten Tage an bis zum heutigen Tage; allen übrigen unzähligen Spendern; allen KooperationspartnerInnen aus den unterschiedlichen Professionen sowie den ehrenamtlich tätigen Hospizvereinen DASEIN Nienburg und Hoya; den Vertretern der Seelsorge; allen, die im Hintergrund tätig sind und in der Öffentlichkeit üblicherweise nicht sichtbar werden.

Und Dr. Pamela Hilgenbergs Gedanken für die Zukunft sind diese:

Gibt es Möglichkeiten Strukturen zu schaffen, dass auch außerhalb der SAPV mehr Menschen ihrem Wunsch entsprechend zu Hause sterben können?

Der zunehmende Fachkräftemangel in der Pflege und bei den Hausärzten könnte auch die palliative Versorgung zukünftig erschweren.

Auch wenn das Thema Sterben und Tod nicht mehr so ein ausgeprägtes Tabuthema zu sein scheint wie noch vor 10 Jahren, ist es weiterhin so, dass die Resonanz auf Vorträge zu dieser Thematik, zu welcher wir als Veranstalter einladen, eher gering ist. Ob es in Zukunft gelingen wird, dies zu ändern?

Viel mehr Menschen täten gut daran, sich aktiv damit auseinander zu setzen, wie ihre letzte Lebensphase aussehen soll, damit eine größere Chance besteht, dass Entscheidungen hinsichtlich der Behandlung mit ihren Wünschen und Vorstellungen übereinstimmen.

Bei einem gemeinsamen Imbiss und Getränken tauschten sich alle Gäste rege aus.

Im Anschluss gab es eine Vorstellungsrunde der im Vereinsvorstand tätigen Personen, die in diesem Gremium allesamt ehrenamtlich aktiv sind, zum allergrößten Teil schon von Beginn an dabei sind  und somit maßgeblich am Aufbau der Einrichtung beteiligt waren. Auch die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen stellten sich vor. Den inzwischen ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern und Mitarbeiterinnen wurde für ihren Einsatz Dank ausgesprochen. 

Musikalisch wunderbar begleitet wurde der Tag vom Folk-Duo „Moods of Marlo“, in Person Marie Illies und Leon Kastenschmidt mit Gitarre und Gesang. 

Nach vielen ausgesprochenen Glückwünschen, interessanten Gesprächen und schönen Begegnungen klang die Veranstaltung mit dem Titel „Tears in heaven“, gespielt und gesungen vom Duo „Moods of Marlo“ langsam aus.

Es war ein schöner Tag!

Fotos der Veranstaltung >> 
(öffnet externe Seite mit Fotoalbum in neuem Browser-Fenster)

 

9. Hospiz- und Palliativtag

Der 9. Hospiz- und Palliativtag des Palliativstützpunktes Nienburg/W. und Umgebung e. V. in Zusammenarbeit mit den Hospiz-Vereinen DASEIN Nienburg und Hoya fand am 20. Oktober 2018 statt. Für die sehr nachgefragte Veranstaltung stellte, wie schon in den Vorjahren, die Helios-Klinik Nienburg ihre Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung. Grußworte sprachen Landrat Detlev Kohlmeier, der auch die Schirmherrschaft für den Tag übernommen hatte, und Dr. Pamela Hilgenberg, 1. Vorsitzende des Palliativstützpunktes. Musikalische Beiträge kamen von Eva Barnekow. 

Prof. Dr. Tanja Zimmermann referierte zum Thema  "Auswirkungen einer Krebserkrankung auf  Patient, Partnerschaft und Familie". 

Prof. Dr. Zimmermann ist Professorin für Psychosomatik und Psychotherapie mit Schwerpunkt Transplantationsmedizin und Onkologie, Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) und Psycho-Onkologin. Sie arbeitet an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Eine Krebserkrankung stellt für den betroffenen Menschen und sein soziales Umfeld ein einschneidendes Lebensereignis dar. Hinzu kommen die teilweise belastenden Therapien, die ebenfalls zu körperlichen Symptomen führen können. Daraus resultieren oftmals seelische Belastungen wie Ängste und depressive Verstimmungen. In diesen Situationen unterstützen Psychoonkologen die Patienten und auf Wunsch auch deren Umfeld. Diese Maßnahme dient der Krankheitsverarbeitung und Behandlungsbewältigung. Die über 80 ZuhörerInnen folgten hochinteressiert den Ausführungen der Referentin, die ihren Vortrag mit Beispielen aus ihrer täglichen Arbeit bereicherte. 

Nach einem gemeinsamen Imbiss ging es im zweiten Teil der Veranstaltung um Gespräche und Fragen zu Sterben und Tod im privaten Umfeld, insbesondere auch im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Viele der TeilnehmerInnen schilderten ihre eigenenen Erfahrungen - aus dem privaten oder beruflichen Leben, oder auch aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. 

Eine Zusammenfassung ihres Referates wurde freundlicherweise von Frau Prof. Dr. Zimmermann als PDF-Dokument zur Verfügung gestellt. Die Möglichkeit zum Download finden Sie unten.

Fotos der Veranstaltung >> 
(öffnet externe Seite mit Fotoalbum in neuem Browser-Fenster)

Zusammenfasssung Wir_wollten_noch_soviel_machen.pdf

 

Teamerweiterung

Heike Martin (rechts) mit Annette Mundt
Antje Hermerding (Mitte) im Kreise ihrer Kolleginnen

Unser Team hat Zuwachs bekommen: Heike Martin hat ihre Tätigkeit beim Palliativstützpunkt Nienburg am 1. April 2018 aufgenommen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unserer neuen Mitarbeiterin, und sie stellt sich im Folgenden kurz vor:

Mein Name ist Heike Martin. Ich bin 59 Jahre alt und habe nach meiner Ausbildung zur Krankenschwester in Hameln 20 Jahre lang im Nienburger Krankenhaus gearbeitet. Danach war ich Mitinhaberin eines Pflegedienstes in Nienburg. Während meiner beruflichen Laufbahn habe ich vielfach schwerstkranke Menschen betreut. Ich möchte Patienten  soweit möglich in der schweren Zeit ihrer letzten Lebensphase zur Seite stehen, und ihren Angehörigen ebenso. Ich freue mich auf diese Herausforderung und die Zusammenarbeit mit meinen neuen Kolleginnen. 

Und seit 1. Juni 2018 bereichert eine weitere Mitarbeiterin unser Team: Antje Hermerding - wie auch Heike Martin hat sie eine Zusatzausbildung zur Palliativ-Care-Fachkraft:

Ich bin Antje Hermerding und 58 Jahre alt. Meine Ausbildung zur Krankenschwester habe ich in Nienburg gemacht und war danach 3 Jahre in einer Klinik für MS-Patienten in der Nähe von München tätig. Dann zog es mich wieder an die Weser, und ich arbeitete mehrere Jahre im Nienburger Krankenhaus. Zuletzt war ich 14 Jahre lang beim Pflegedienst Krause und Martin angestellt, wo auch die palliative Versorgung von Patienten zu meinen Aufgaben gehörte. Krause und Martin hat nun seine Pforten geschlossen und deshalb freue ich mich, die Arbeit mit schwer Erkrankten und deren Angehörigen beim Palliativstützpunkt fortführen zu können, weil mir dies sehr am Herzen liegt.

 

"Was uns zusammenhält" - Film im Nienburger Kulturwerk

Einmal im Jahr wird üblicherweise im Nienburger Kulturwerk ein Film gezeigt, der sich mit den Themen Krankheit, Sterben und Tod beschäftigt. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Palliativstützpunkt Nienburg/W. und Umgebung e. V., dem DASEIN-Hospiz Nienburg/Weser e. V., der Krebsnachsorge Nienburg e. V. und dem Nienburger Kulturwerk e. V.

Am 16. April 2018 nun stand der Film "Was uns zusammenhält" auf dem Programm.

Der Film erzählte die Geschichte einer Frau, Mitte 40, nach der Diagnose Brustkrebs, Chemotherapie und Rückkehr in den Beruf. Nach zwei Jahren erlitt sie einen Rückfall, es folgten weitere Therapien und ein steter Kampf gegen den Krebs, aber auch ein Kampf um den Zusammenhalt innerhalb der Familie. 

Der Film wollte Verständnis wecken für die unterschiedlichen Umgehensweisen mit der tödlichen Krebserfahrung in der Familie. 

Viele ZuschauerInnnen ließen sich von dem Thema berühren und konnten sich im Anschluss bei Bedarf mit Mitarbeiterinnen der oben genannten Einrichtungen austauschen. 

 

8. Hospiz- und Palliativtag

Am 21. Oktober 2017 fand der gut besuchte 8. Hospiz- und Palliativtag in den HELIOS Kliniken Mittelweser in Nienburg statt. Begrüßt wurden die Gäste von Elke Kinder-Bohmhoff vom Hospizverein Dasein aus Nienburg sowie dem Schirmherrn, Landrat Detlev Kohlmeier. Eingeladen hatten die Hospizvereine aus Nienburg und Hoya sowie der Palliativstützpunkt Nienburg/W. und Umgebung e.V.. Die musikalische Begleitung durch die Harfenspielerin Gertraude Büttner erfreute die Gäste. Die Aromaexpertin Gabriela Wanitschke aus Stralsund hat über Aspekte der Aromatherapie in der Pflege berichtet.

In der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen ist auch das Wohlbefinden der pflegenden und begleitenden Personen wichtig. Man geht davon aus, dass die ersten Düfte schon 5000 Jahre vor Christus entdeckt wurden. In einer Grabstätte in Ägypten wurde eine Phiole mit Sandelholz gefunden. Sandelholz zählt zu den schönsten und teuersten Ölen, es wirkt erwärmend, entspannend und harmonisierend. Hildegard von Bingen hat im Mittelalter die heilende Wirkung von Kräutern und Ölen genutzt. Heute im 21. Jahrhundert kommt der Aromatherapie eine besondere Bedeutung zu. So wird erforscht, wie ätherische Öle therapieunterstützend eingesetzt werden können, beispielsweise zum Desinfizieren von Raumluft. Der Referentin war es sehr wichtig darauf hinzuweisen, dass auf jeden Fall nur zu 100% naturreine Öle verwendet werden sollen. Naturidentische Öle werden synthetisch hergestellt und können zu Allergien führen. Die Duftmoleküle werden von der Nase direkt ins limbische System des Gehirns geleitet. Deshalb lösen Düfte angenehme oder unangenehme Reaktionen im Körper aus. Düfte wirken anregend oder entspannend. Sie wecken Erinnerungen und können für Leib, Seele und Geist wohltuend sein. Düfte können helfen, Heimatgefühle zu entwickeln, so beispielsweise frisch gemahlener Kaffee, Pfefferminze aus dem Garten oder ein frisch gebackener Apfelkuchen. Düfte haben eine Kopf- Herz- und Basisnote. Die Kopfnote, in den Zitrusfrüchten beheimatet, wird immer als erstes gerochen, da sie direkt in das zentrale Nervensystem geleitet werden. Diese Düfte stimulieren, aktivieren, beleben und erfrischen. Düfte der Herznoten sind unter anderem in Rosen, Orangenblüten und Vanille zu finden. Sie wirken harmonisierend, ausgleichend, beruhigend. Diese Düfte sind besonders gut in der Begleitung Sterbender einzusetzen, da sie im Herzbereich ansetzen. Die Düfte der Basisnoten stärken, kräftigen und erden. Sie sind zum Beispiel in der Zirbelkiefer, Pfefferminze oder Zeder zu finden. Die Referentin stellte viele unterschiedliche Düfte vor und auch ließ sie manche Duftprobe durch den Raum gehen. Jeder Mensch reagiert auf Düfte anders. So lautet die erste Regel beim Arbeiten mit Düften, die/den PatientIn zu fragen, ob sie/er überhaupt ein ätherisches Öl möchte. Danach wird mit einer ganz geringen Dosierung (nur wenige Tropfen) begonnen, den Raum zu „beduften“ oder eine Massage anzubieten. Anwendungen mit ätherischen Ölen sollten nie nach dem Essen stattfinden. Die Erfahrung zeigt, dass der späte Nachmittag am Besten geeignet ist. Hand-, Arm-, Fuß- oder auch Bauchmassagen könne ein angenehmes Wohlbefinden verursachen. Nicht nur die ätherischen Öle wirken, sondern auch vertraute, warme Berührungen und die Zuwendung durchströmen den ganzen Körper. Immer vorausgesetzt, der zu begleitende Mensch, bejaht die Anwendung. Die Referentin beendete ihren Vortrag mit der Empfehlung unterschiedlicher Öle für besondere Situationen. So hat sich eine Raumbeduftung in der Trauerbewältigung bewährt, die zusammengesetzt wird aus zehn Tropfen Rosenöl, 2 Tropfen Neroli rein, fünf Tropfen Melisse und zwei Tropfen römische Kamille. Man merkte Gabriela Wanitschke ihre Begeisterung für ätherische Öle und ihre Freude am Arbeiten mit diesen an.

Nach einem gemeinsamen Imbiss wurde von einigen Gästen in einem workshop ganz praktisch Hand-/Armmassage ausprobiert. Gegen 15.30 Uhr gingen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erfrischt und gestärkt nach Hause.

 

 

Personalwechsel

Daniela Töpper (Mitte) im Kreise ihrer Kolleginnen

Ende Mai 2017 hat die Koordinatorin Beate Nikutowski ihre Mitarbeit beim Palliativstützpunkt Nienburg beendet. Sie war von Anfang an grundlegend an der Aufbauarbeit unserer Einrichtung beteiligt - dafür sagen wir herzlich "Dankeschön". Nun war es für Frau Nikutowski Zeit für eine berufliche Veränderung, unsere guten Wünsche begleiten sie.

Unsere neue Koordinatorin, die ihre Tätigkeit am 1. Juli 2017 aufgenommen hat, stellt sich Ihnen nun mit ein paar Sätzen vor: 

Ich heiße Daniela Töpper, bin 50 Jahre alt und wohne in Leese. Meine Ausbildung zur examinierten Krankenschwester habe ich beim DRK in Lübeck absolviert. Nach dem Examen arbeitete ich gerne auf internistischen Stationen. In den letzten zehn Jahren durfte ich Erfahrungen in Pflegeeinrichtungen sammeln. Dort war ich als Wohnbereichsleitung und stellvertretende Pflegedienstleitung tätig und arbeitete überwiegend mit demenziell erkrankten BewohnerInnen. Die individuelle Betreuung und Versorgung des einzelnen Patienten hinsichtlich dessen Bedürfnissen und Biografie liegen mir am Herzen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit im Team des Palliativstützpunktes Nienburg.  

 

Wir sind umgezogen!

Am 25. April 2017 haben wir unsere neuen Büroräume in der Moltkestraße 4 in Nienburg bezogen. Die vergangenen  acht Jahre haben wir kostenlos ein Büro im Nienburger Krankenhaus genutzt, wofür wir sehr dankbar sind. Wir haben uns dort stets sehr wohl gefühlt.  In den letzten Jahren jedoch ist der Palliativstützpunkt gewachsen; es werden stetig mehr Patienten betreut, die Anzahl der Mitarbeiterinnen hat sich erhöht. Und so war es nun an der Zeit, sich nach größeren Räumlichkeiten umzuschauen, um den in vielerlei Hinsicht gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden. Nun sind sie also bezogen, unsere neuen Räume - mit 2 großzügigen Büros, einem Beratungsraum, einem Raum für Fortbildungen usw. Auch wenn noch mit Organisieren und Einräumen viel Arbeit vor uns liegt, so wissen wir jetzt schon: Wir fühlen uns hier sehr wohl!  

 

Resümee des 7. Hospiz- und Palliativtages 2016

Am 22. Oktober 2016 trafen sich über 80 Personen zum 7. Hospiz- und Palliativtag in den Helios Kliniken Mittelweser in Nienburg. Die Märchenerzähler Dr. Heinrich Dickerhoff und  Conny Sandvoß faszinierten die Zuhörer_innen  mit einem armenischen und einem argentinischen Märchen sowie einem Indianermärchen, einem südamerikanisches Verwandlungsmärchen und einem schwedisches Zigeunermärchen.

Zwischen den einzelnen Erzählungen erklärte Dr. Dickerhoff einige Prinzipien der Märchen für die Trauerbegleitung. So sollen sie nie ungefragt und immer diskret erzählt oder vorgelesen werden. Märchen sind keine Rezepte für ein gelingendes Leben oder Sterben. Vielmehr bieten sie Anregungen und erinnern an Dinge, die wir vergessen haben. Es gibt Erfahrungen, die nicht definiert werden können - wie Tod, Trauer, Liebe, Zuneigung, Trost; für diese Dinge ist es hilfreich, Bilder zu haben. Märchenbilder erzählen eine Geschichte und sagen: „Es ist gut.“  Märchen erzählen viel von Trauer, sie enden aber nicht trostlos. Sie machen Mut, den Weg durch die Dunkelheit, durch die Krise zu gehen. Häufig beginnen Märchen mit den Worten: „In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat…“. Richtige Wünsche setzen uns in Bewegung. Es geht um Erwartungen, die wir loslassen müssen, ums Erwachsenwerden. Märchen sagen: „Geh los, es gibt ein gutes Ende. Trau dich!“ Sie wollen nicht belehren und sollen nicht mit erhobenem Zeigefinger erzählt werden. Sie wollen bezaubern und dadurch verwandeln. Es sind Hoffnungsgeschichten, aber keine Heile-Welt- Geschichten. Die Dunkelheit wird immer mitbedacht. Das Böse kommt immer spektakulärer einher als das Gute, aber das Gute wird geschehen und sich letztendlich durchsetzen. Manchmal müssen Sachen gelassen werden, die einem lieb sind und trotzdem geht es weiter.

Auch wenn nicht immer alles in Ordnung kommt, muss jeder seinen Weg selber gehen. Keiner kann die Aufgabe für einen anderen übernehmen. Wir können den Tod nicht aufheben, aber wir können helfen Ja zu sagen zu dem Weg, den der Einzelne gehen muss, und so das Schwere und Hoffnungslose zu tragen helfen. Ein einziger Mensch, der einem anderen mit Liebe begegnet, kann ein Leben bunt machen. Ein einziger Mensch, der einem in einer kritischen Situation hilfreich zur Seite steht,  kann helfen das Weltbild zu verändern. Wir leben mehr von Bildern als von Begriffen. Das Märchen greift Bilder wie Ring und Krone auf, sie symbolisieren den Status eines Königskindes. Wer seine eigene Krone spürt, spürt seine Würde. Hospizbegleitung meint auch, Menschen ein Gefühl für ihre eigene Kostbarkeit und Würde zu geben. Ein anderes Bild für diese Würde ist die Kohle. Aschenputtel war zum Beispiel die unterste Dienerin, diejenige, die den Ofen auskratzt. In diesem Märchen wird daran erinnert, dass der Mensch aus Staub ist, dass „Asche zu Asche und Staub zu Staub“ wird. „Doch dies ist weniger als die halbe Wahrheit“ sagt Dickerhoff, „denn Kohle fängt an zu glühen, wenn sie Feuer fängt. Kohle ist aus Holz. Holz wächst nicht ohne Sonnen licht. Kohle ist demnach gespeicherte Sonnenenergie. So steckt in jedem Aschenputtel auch ein Sonnenkind.“ Dickerhoff fragte die Zuhörer_innen: „Wo hast du das Licht gesehen? Wo warst du Licht für jemand anderes?“ Ein drittes märchenhaftes Leit- und Lebensbild ist die Klang- Schale. Jede Schale hat zwei Seiten. Die Schale zum Anfassen symbolisiert den Körper, die Biografie. Der Klang, der durch die Schale erzeugt wird, symbolisiert die weniger begreifliche Seite des Menschen, seine Seele.  Jeder Mensch hat einen Klang. Damit dieser sich entfalten kann, braucht es einen Klöppel. Menschen, Tiere, Natur, Musik, Licht können Klöppel sein. Wir brauchen Freiheit, um zu klingen. Die Schale braucht einen sicheren Stand (Halt) und gleichzeitig muss sie frei stehen, nur dann entwickelt sich ein schöner Klang.

In einem letzten Märchen des Vormittages, in dem ein kleiner Junge sein Knäckebrot mit dem Tod teilt und dieser dadurch vergisst, den Vater zu sich zu holen, weist Dickerhoff darauf hin, dass der Tod im Märchen kein Böser , kein Dämon ist sondern nur seine Arbeit tut. Der Junge macht den Tod zu seinem Kumpel, seinem Compagnon, seinem Begleiter. Genau so versteht der Referent die Arbeit der Hospizbegleitung, einem Menschen zur Seite stehen, ein Stück des Weges miteinander gehen.

Nach einer kräftigen Möhren- Kürbis-Ingwersuppe bereicherten Frau Sandvoß und Herr Dr. Dickerhoff am Nachmittag die zwei Arbeitsgruppen mit einem weiteren Märchen und übertrugen die Botschaft des Märchens in die Alltagssituation der Teilnehmenden. Für die Anwesenden war es ein sehr bereichernder Samstag, von dem man viele gute Gedanken mit nach Hause nehmen konnte.

 

Großes Gemeinschaftsprojekt zum Thema Sterben und Tod

Im Herbst 2016 fand das Projekt

                                                         "Den Sensenmann an die Hand nehmen"

statt. Es war eine gemeinschaftliche Veranstaltung des Nienburger Kulturwerkes, des DASEIN Hospiz Nienburg e. V., der Krebsnachsorge Nienburg e. V., des Museums Nienburg und des Palliativstützpunktes Nienburg/W. und Umgebung e.V.

"Der Tod ist so vielfältig wie das Leben. Er lauert hinter jeder Ecke und kann erstaunliche Formen annehmen - und er kommt oftmals dann, wenn man ihn so gar nicht erwartet oder wenn man ihn gerade nicht gebrauchen kann."

Die acht Veranstaltungen unterschiedlichster Art zu diesem Projekt sollten dazu anregen, die Auseinandersetzung mit Tod, Vergänglichkeit und Trauer  als etwas zum Leben dazu Gehöriges in unseren Alltag zurück zu holen:

"Einer geht noch - Cartoons und Karikaturen auf Leben und Tod" (Caricatura Kassel) : Die Ausstellung im Kulturwerk Nienburg zeigte, dass es durchaus möglich ist, über die ernsteste Angelegenheit der Welt zu lachen und gab auch gleich die Anleitung dazu.

"Friedhofskultur heute" (Prof. Dr. Birgit Franz/Prof. Dr. Georg Maybaum - HAWK Hildesheim): Im Mittelpunkt des Vortrages stand die Notwendigkeit, durch ästhetisch anspruchsvolle bauliche Weiterentwicklungen der klassischen Friedhofsanlagen einen Beitrag für den Schutz unserer traditionsreichen Trauerorte zu leisten. Die Referenten berichteten über Konzepte und Möglichkeiten, mit denen wir den veränderten gesellschaftlichen Ansprüchen an Trauerkultur gerecht werden können.

"Ente, Tod und Tulpe" (Theater zwischen den Dörfern nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Wolf Erlbruch): Mit viel Musik wurde die Geschichte der Begegnung zwischen der schnatterigen Ente und dem Tod in poetischen Bildern langsam und behutsam auf der Bühne zum Leben erweckt. Und obwohl es keine "rettende Wendung" gab, behielt die Geschichte etwas überaus Tröstliches für die großen und kleinen Besucher.

"Bestattungsriten durch die Zeiten" (Dr. Michael Geschwinde): Tod, Bestattung, Erinnerung aus archäologischer Perspektive - der Referent zeigte auf einer Reise durch die Epochen verschiedene Bestattungsriten und thematisierte den Umgang mit dem Thema Tod seit der Altsteinzeit bis zu den Schlachtfeldern der frühen Neuzeit.

"Manfred im Boot" (Theater Handgemenge, Figurentheater): Ein kurzweiliges Theatervergnügen mit Un-, Tief- und Hintersinn frei nach dem Märchen "Der Teufel mit den 3 goldenen Haaren". Gespielt wurde mit Handpuppen, Sack und Krone. 

"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (Josh Boone, USA 2014): Filmische Umsetzung des Romans von John Green, der von der unheilbar an Krebs erkrankten Jugendlichen Hazel und ihrer Liebe zu dem charmanten, witzigen Augustus erzählt. Trotz der Schwere des Themas bestach der Film durch seine Leichtigkeit und Authentizität.

"Emmas Glück" (Sven Taddicken): Die Geschichte des an Krebs erkrankten, alleinstehenden Autoverkäufers Max - ein eindrucksvoller Film über Liebe und Tod, Lust und Schmerz, Trauer und Lebensfreude. Ein Film, der zum Nachdenken angeregt hat.

"Ethische Fragen am Lebensende - Entscheidungen über Leben und Tod" (Dr. Michael Coors, Zentrum für Gesundheitsethik Hannover): Der Vortrag informierte über die aktuelle Rechtslage bei der sogenannten "Sterbehilfe". Abschließend war Raum für Fragen.    

Die Veranstalter hoffen, dass diese Veranstaltungsreihe die Themen Sterben und Tod aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und zum Nachdenken angeregt hat.

 

      

 

.

 

Frau Birgitt Kottner, die neue Koordinatorin, stellt sich vor

Hallo, seit 1. Juli 2016 bin ich die Neue im Team des Palliativstützpunktes Nienburg/W. und Umgebung e.V.

Mein Name ist Birgitt Kottner, ich bin 51 Jahre alt und wohne in Eystrup. Meine Ausbildung zur Krankenschwester habe ich in Hannover gemacht und danach fast 28 Jahre in der Aller-Weser-Klinik Verden gearbeitet. Im Januar letzten Jahres habe ich mein zweijähriges weiterbildendes Studium Palliativ Care an der Akademie der Universität Bremen abgeschlossen.

Durch diese Weiterbildung ist mir bewusst geworden, welche großartige Arbeit aber auch welche Belastungen Familien auf sich nehmen, um ihren schwer erkrankten Angehörigen das Sterben in ihrem Zuhause, zu ermöglichen. Bei dieser Aufgabe möchte ich sie unterstützen und helfen.

Ich freue mich darauf, Pflegekräfte, Ärzte, Patienten und ihre Zugehörige sowie die Vorstandsmitglieder kennenzulernen, die die Arbeit des Palliativstützpunktes Nienburg mit tragen und dabei helfen, Patienten Zuhause zu versorgen.

Auf Grund des große Unterschieds zur Arbeit im Krankenhaus, muss ich die bürokratischen Abläufe noch kennen lernen. Die großartige Unterstützung, die mir entgegen gebracht wird, hilft mir dabei sehr.

Deshalb möchte ich mich auch ganz herzlich bei meinen neuen Kolleginnen, den Koordinatorinnen Beate Nikutowski, Regina Hellwege, Heidrun Mengert und der Geschäftsstellen-Leiterin Annette Mundt für den herzlichen Empfang, bedanken. Ich freue mich auf die gute Zusammenarbeit und auf die Menschen, die mir bei meiner neuen, Arbeit begegnen werden.

Auf dem Foto sehen Sie (von links): Regina Hellwege, Heidrun Mengert, Birgitt Kottner und Beate Nikutowski

 

6. Hospiz- und Palliativtag

Am 10. Oktober 2015, dem Welthospiztag, trafen sich 55 interessierte Personen in den Konferenzräumen der Helios Kliniken Mittelweser. Nach der Begrüßung durch Frau Dr. Hilgenberg und einem Grußwort von dem Nienburger Bürgermeister Henning Onkes, dachte Uwe Sanneck mit den TeilnehmerInnen über Trauerarbeit von Männern und Frauen nach.

Der aus Hamburg stammende Trauerbegleiter und Kabarettist hat in sehr humorvoller Weise und mit vielen persönlichen Beispielen aus der eigenen Praxis den Prozess der Trauerarbeit bei Männern, aber auch bei Frauen, beleuchtet.

Er betonte, dass es die Normen und Werte unseres Familiensystems sind, die uns prägen. Zuschreibungen, die wir in der Kindheit gehört haben, zum Beispiel: „Mein süßer Prinz.“ oder „Jammerlappen“ oder „Mimose“ oder „Clown“ oder „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ sind auch in Krisen präsent und beeinflussen unsere Haltungen und unsere Handlungen. „Frauen haben oftmals mehr Worte zur Verfügung als Männer“ sagt Sanneck. „Das führt bei den Männern zur Hilflosigkeit und manchmal schalten sie dann ab.“ Hinzu kommt, dass es in unserer Gesellschaft kaum männliche Vorbilder für Trauer gibt. Männer haben oftmals nicht gelernt, Gefühle zu zeigen, das führt neben der Hilflosigkeit zur Machtlosigkeit. Frauen hingegen sind oftmals für das Seelische und für das soziale Netzwerk zuständig. Gesellschaftlich ist es akzeptiert, wenn Frauen sich umarmen. In Trauerprozessen werden Frauen häufiger durch Freundinnen getröstet als Männer durch Freunde. „Männer können lernen, was Frauen können und umgekehrt“, ermutigte Sanneck die Zuhörer und Zuhörerinnen. Bei der Trauerrede für den Fußballspieler Enke haben viele Männer im Stadion geweint, aber am Grab der eigenen Mutter ist die Scham und Hemmschwelle für Tränen oftmals zu groß. Jede ungeweinte Träne kann sich wie ein Schraubstock um die Seele legen und zu psychosomatischen Reaktionen führen zum Beispiel Hautkrankheiten (das geht mir unter die Haut), Atemnot (die Luft bleibt weg), Kopfschmerzen (Tränen, die sich im Kopf zusammenballen) etc. Männer ignorieren körperliche Warnsignale, da sie oftmals in einer Ferne zu sich selber leben und Angst vor der Selbstfürsorge haben.

Wenn die Seele durch Trauer zerreißt, flüchten sich viele Männer in Rationalisierung und Funktionalität. Bastelkeller und Garten werden zu Rückzugsorten. Alkohol, Tabletten oder übermäßiges Arbeiten werden zu Fluchtwegen aus dem seelischen Schmerz. „Männer gebt euch Zeit zum Trauern, Frauen seid geduldig“, empfiehlt Sanneck. Wenn Frauen grenzenlos und fordernd werden, dann ziehen sich Männer in die Einsamkeit und Stummheit zurück, ist seine Beobachtung. Mit einem Schlüsselbund symbolisiert Sanneck, dass es gilt, die Gefühlswelten eines Menschen aufzuschließen. Manchmal müssen auch Türen eingerannt werden, allerdings immer mit Wertschätzung, Anerkennung und Würdigung, damit der Mensch in seiner Zeit zu seinem eigenen Trauerprozess kommt. Begleiten ohne zu bewerten ist eine Kunst, die hilft den Schlüssel für die Gefühlswelt zu bekommen. Nicht zu viel wollen, manchmal braucht der Trauernde nur ein kleines Wörtchen oder einige Minuten Schweigen, um sich verstanden zu fühlen. Wer die Antwort nicht weiß, hat die Prüfung bestanden, zitierte Sanneck Kafka. Uwe Sanneck ermutigt die TeilnehmerInnen hinzuhören und hinzusehen statt zuhören und zusehen, geduldig miteinander sein und neugierig bleiben. Neugierig auf mein gegenüber, denn Trauer braucht ein gegenüber, aber auch neugierig auf mich selbst. Nähe zu mir selbst und gute Selbstfürsorge erleichtert den eigenen Trauerprozess, aber auch die Begleitung von Trauernden.

Nach einem gemeinsamen Imbiss trafen wir uns um 14.00 Uhr zu einer Arbeitsgruppe, in der das Thema durch Lieder, Geschichten, Gedichte und Bilder vertieft wurde.

PDF zum Download (2MB): 160215_Harke.pdf

 

Berührungsängste

Zweimal  jährlich wird im Nienburger Kulturwerk in Kooperation mit dem DASEIN Hospiz Nienburg e. V., der Krebsnachsorge Nienburg e.V. und dem Palliativstützpunkt Nienburg/W. und Umgebung e.V. eine gemeinsame Veranstaltung angeboten.   

Am 5. Oktober 2015 wurde der Film von Andreas von Hören und Dr. Christian Schulz „Berührungsängste“ gezeigt. Drei junge Menschen besuchen Sterbende zu Hause, auf einer Palliativstation und im Hospiz. Sie setzen sich mit den eigenen Vorstellungen vom Tod, mit den Ängsten vor Krankheiten und dem eigenen Sterben genauso auseinander wie mit den Erwartungen und Gefühlen der Schwerstkranken.

Die Veranstaltung war gut besucht und gab Anlass  zum Nachdenken und zum Gedankenaustausch.

 

Ein Tag für pflegende Angehörige und Betroffene

Ein Tag  für pflegende Angehörige und Betroffene fand 2 Wochen vor Ostern im Foyer der HELIOS Kliniken Mittelweser GmbH in  Nienburg statt.

Landrat Detlev Kohlmeier und Ronald Gudath, Geschäftsführer der HELIOS Kliniken Mittelweser GmbH, eröffneten diesen besonderen Tag,  der großes Interesse in der Bevölkerung fand.

5 Stunden lang  bot der Arbeitskreis für pflegende Angehörige  mit  12 Ständen, Informationsmöglichkeiten zur  Unterstützung und Beratung von Angehörigen und Betroffenen. 

Neben vielen  verschiedenen Angeboten  wurde die Kinästhetik in der Pflege vorgestellt,  und  Blutdruck- und Blutzuckermessungen konnten durchgeführt werden.  Im Konferenzraum  nahmen viele Besucher das Angebot der kostenlosen Vorträge von Fr. Kocan ( KHR Psychiatrie Wunstorf) und Frau Friedrichs-Heise  (Betreuungsverein Nienburg ) wahr.

Auch der Palliativstützpunkt Nienburg/ W.  und Umgebung e. V.   beriet  Angehörige und Zugehörige an seinem Informationstisch. Es gab zahlreiche aufklärende Gespräche mit Gedanken- und Erfahrungsaustausch zur Arbeit des Palliativstützpunktes und zur Begleitung in der letzten Lebensphase. 

 

5. Hospiz- und Palliativtag

Etwa 60 Gäste sind am 11. Oktober 2014 zum fünften Hospiz- und Palliativtag gekommen. Bürgermeister Henning Onkes übernahm wie in den vorhergehenden Jahren die Schirmherrschaft. Frau Anne Schlobohm begrüßte im Namen der Hospizvereine DASEIN Nienburg und Hoya sowie dem Palliativstützpunkt die Gäste. Frau Valentia Rump hat alle einige Male eingeladen, den Tag mit einem Kanon und Herbstlied zu verschönern.

Frau Andrea Peschke, die Hospiz- und Palliativbeauftragte der Hannoverschen Landeskirche, hat zum Thema: Und was, wenn es nicht friedlich ist! Begleitung zwischen Ideal und Wirklichkeit" referiert. Hier einige Schlaglichter aus ihrem Vortrag.

Was bedeutet friedliches Sterben? Jeder/ jede hat ein eigenes Bild von friedlichem Sterben, manche stellen sich friedliches Sterben im Kreise der Familie, im eigenen Schlafzimmer, in vertrauter Umgebung mit vertrauten Gerüchen vor, andere wünschen sich, alleine zu sterben, mancher wünscht sich Zeit zum Abschiednehmen, ein anderer möchte nicht mehr aufwachen.

Wir alle machen uns ein persönliches Bild vom friedlichen Sterben oftmals in Abgrenzung zu einem schrecklichen Sterben, dass wir miterlebt haben oder auch in Bestätigung eines guten Sterbens, dass wir begleitet haben. Wir alle bringen eigene Bilder und Vorstellungen, Werte und Maßstäbe in die Begleitung von Sterbenden mit.

Elemente eines friedlichen Sterbens können sein:

  • Wissen, wann der Tod kommt
  • Wissen, was zu erwarten ist
  • Zeit haben für den Abschied
  • Keine unnötige Lebensverlängerung
  • Gute Behandlung von Schmerzen und anderen Symptomen
  • Wahlmöglichkeit des Ortes, wo man stirbt

Bei der Begleitung von Sterbenden geht es um eine Balance zwischen Autonomie und Fürsorge. Manchmal fällt es schwer, die Autonomie des Patienten zu akzeptieren. Viele Menschen haben Angst, im Sterben ihre Selbstbestimmtheit zu verlieren. 

Fürsorge, das „Angewiesen sein“ auf Andere ist oftmals mit Scham verbunden, da viele Menschen nicht gelernt haben, Hilfe anzunehmen. Das Aufgeben der eigenen Autonomie macht Angst, das Annehmen von Fürsorge muss (neu) gelernt werden. 

Obwohl heute viele Menschen sehr autonom (dank der Patientenverfügung und/oder Vorsorgevollmacht) sterben können, muss das Thema „Sterben“ weiterhin enttabuisiert werden.

Durch die Hospizbewegung hat sich schon sehr viel verändert. Der Tod ist mehr in den Blickpunkt getreten. Die Hospizbewegung ist eine Nische der Nächstenliebe in einer schnelllebigen Zeit. Hospizler/innen bringen Zeit und Ruhe in eine Welt, in der Menschlichkeit nötig ist, um würdevoll und gut begleiten zu können. Es ist ein heiliger Moment, wenn Menschen friedlich sterben können.

Menschen leben unterschiedlich und sterben unterschiedlich:

  • Menschen, die sich mit dem Sterben ausgesöhnt haben.
  • Menschen, die den Tod herbeisehnen, da sie starke Schmerzen oder andere Symptome haben.
  • Menschen, die in den Tod hineinschlafen.
  • Menschen, die den seelischen Schmerz nicht bewältigen können, die bis zum Schluss unausgesöhnt mit ihrem Sterben und ihrem Tod sind.
  • Menschen, in denen Wut und Zorn bis zum letzten Atemzug toben.

Sterben ist nicht immer schön!!! 
Sterben hat auch oft etwas mit Wut, Zorn, Abschied und Hilflosigkeit zu tun. Manchmal ist das Pflegeteam tief erschrocken und hilflos, wenn der Patient seinen Schmerz laut herausschreit. Das ist schwer für das Team auszuhalten Als Pflegende möchte man gerne etwas tun. Doch da ist es das Akzeptieren der Autonomie des Patienten, wenn man bleibt, den Schmerz, die Wut und Zorn, das Schreien des Pat. aushält.

Standhalten, im wahrsten Sinne des Wortes, ist eine hohe Kunst. Sie geht oft einher mit der Kunst des Schweigens. Manchmal gibt es keine Sprache für Trost. Trost ist das gemeinsame Aushalten, das Standhalten mit dem Patienten. Manchmal besteht die Würde darin, dem Pat. zuzugestehen, dass er/sie traurig und wütend ist. Für den Patienten ist es sein/ ihr Weg. Manche Pat. lehnen medikamentöse Hilfe ab, sie wollen den Schmerz spüren, um sich zu spüren. 

 

Die Fürsorge hört dort auf, wo die Autonomie des Patienten/in einsetzt. 

Begleitende müssen aufpassen, dass die Idee vom friedlichen Sterben nicht zur fixen Idee wird. Eine fixe Idee, die davon ausgeht, dass Sterben schön, schmerzfrei und eine gute Erfahrung für alle ist. Dann müssen die Begleitenden „ihre“ fixe Idee bearbeiten. Fixe Ideen sind mächtig und oftmals unbewusst. Was für den Begleitenden ein friedliches, gutes Sterben bedeutet muss nicht mit der Vorstellung des Pat. identisch sein. Es ist wichtig, dass man seiner fixen Idee auf die Schliche kommt. 

Das Gegenteil von Reflektion ist „Helfen wollen“. Begleitende müssen verlernen helfen zu wollen, müssen lernen zu reflektieren, damit sie dann helfen können. Erst einmal kommen sie mit leeren Händen. Die Idee, man muss etwas tun, gilt es abzulegen. Begleitende wissen nicht, wieder/die Patient/in gut sterben kann, denn sie sind nicht in seiner/ihrer Situation undsie befinden sich nicht im Sterbeprozess. Sie können dabei sein, mitgehen in ihrer Profession als Mensch, mit viel Empathie.

Am Ende eines Lebens treten Beziehungen so wie sie immer waren ans Licht, dass kann man als Begleitende bezeugen mehr nicht. Nicht alle Beziehungen werden angesichts eines baldigen Sterbens gut.

Es geht darum, dass Helfende sich zurücknehmen, sie begleiten, sie halten es aus, sie halten dem Stand, dass Menschen ihren eigenen Weg gehen.

Ziel der Begleitung ist es, Menschen ihren Weg finden und gehen zu lassen, auch wenn das mit Wut und Aufbäumen verbunden ist.

Begleitende hüten sich davor, Ratschläge zu geben. Die Begleitende kann immer ihre  Gefühle, ihre Wahrnehmung äußern, stülpt aber ihre Vorstellungen nicht dem Sterbenden über. Gelungene Kommunikation bedeutet, dem Pat. auf Augenhöhe begegnen, nicht die eigenen Wunschvorstellungen zum „Non plus Ultra“ machen. Dem gegenüber lassen, was und wie er empfindet. Auch Wut und Zorn haben ihren Raum, ihr Recht.

Begleitarbeit ist immer und zuallererst Beziehungsarbeit! Professionelle Begleitung hält immer auch Distanz. Sorgfältig abwägen und wahrnehmen, wo die eigenen Grenzen sind.

Tod ist und bleibt ein Stachel. Er zerbricht Beziehungen, er beendet das Leben hier auf Erden. Er ist nicht immer schön, er hat eine dunkle, schmerzhafte Seite, trotz aller guten Umstände und Hilfen, trotz geschulten Personal, Medikamenten, einer schönen Umgebung. 

Nachmittags wurde in zwei Arbeitsgruppen mit Frau Andrea Peschke und Frau Barbara Denkers (Krankenhausseelsorgerin an der MHH) anhand eines Fallbeispieles den Vorstellungen eines "guten" Sterbens nachgegangen.

Vielen Dank allen, die trotz sommerlichen Temperaturen, diesem schweren Thema nachgegangen sind.

 

Große Resonanz auf Vortragsangebot des Ethikkomitees

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ethikkomitee für den LK Nienburg hat am 25. April 2014 zu einem Vortrag von Dr. jur. Peter Holtappels in den Konferenzsaal der Mittelweserklinik Nienburg geladen. 

Der mit dem Förderpreis für ambulante Palliativversorgung der DGP ausgezeichnete Jurist referierte zum Thema Therapiebegrenzung am Lebensende.

 Zur Freude der Organisatoren kamen über 80 Zuhörerinnen aus den geladenen Bereichen Betreuungsrecht, Medizin, Pflege, Palliativversorgung und Patientenrechten zu diesem spannenden Thema. Dr. Holtappels gelang es verständlich und nachvollziehbar das weite Feld zwischen Fürsorgepflicht und Patientenautonomie und die daraus resultierenden Problematiken aufzuzeigen. 

Trotz des hohen Regelungsbedarfes in diesem Themenfeld, so führte der Referent aus, gibt es erstaunlich wenig konkrete und hilfreiche Antworten von Seiten des juristischen und medizinischen Wissenschaftsapparates. Er stellte jedoch heraus, dass bei aller Therapiefreiheit des Arztes, für alle Maßnahmen sowohl eine medizinische Indikation als auch eine rechtlich wirksame Einwilligung des Patienten vorliegen muss. Im Anschluss an den Vortrag gab es einen regen Austausch zwischen Referenten und Zuhörern zu den Schwierigkeiten sowohl bei der Ermittlung eines mutmaßlichen Willens als auch für die Auslegung von Patientenverfügungen. 

Vor diesem Hintergrund fasste Herr Dr. Holtappels seine Empfehlungen zu einer kurzen Quintessenz zusammen: Statt eine ausführliche Patientenverfügung zu verfassen, ist es für den Fall der eigenen Einwilligungsunfähigkeit sicherer, durch eine Vorsorgevollmacht einen oder mehrere Fürsprecher bzw. Fürsprecherinnen zu ermächtigen.

 

Der Palliativstützpunkt Nienburg/W. und Umgebung e.V. feiert 5jähriges Bestehen

Schwersterkrankten Menschen und ihren Angehörigen gilt seine Arbeit: Seit 5 Jahren gibt es den Palliativstützpunkt Nienburg/ W. und Umgebung e.V. In der Jahreshauptversammlung wurde das Jubiläum gefeiert und an die Anfänge erinnert: Im Mai 2008 traf sich erstmals ein motiviertes und engagiertes multidisziplinäres Team aus Ärzten, Pflegekräften, Theologen und Sozialarbeitern, um die palliativmedizinische Versorgung schwerstkranker Menschen im Landkreis Nienburg flächendeckend zu entwickeln und sicherzustellen.

Fünf Jahre nach der Gründung ist der Palliativstützpunkt etabliert: Mit wachsender Selbstverständlichkeit melden sich Angehörige, Ärzte und Pflegeheime mit dem Wunsch nach Unterstützung. Die Aufgaben des Palliativstützpunktes sind vielfältig. Im Kern geht es um die fachkundige Begleitung schwerstkranker Patienten und Patientinnen, um gelingende Schmerzbekämpfung und seelische Unterstützung sowie die Begleitung und Stärkung der An- und Zugehörigen. Dazu arbeitet der Stützpunkt in einer engen Vernetzung mit Kooperationspartnern, mit Pflegeheimen, Pflegediensten und Ärzten mit dem Ziel der bestmöglichen Versorgung und Unterstützung der Patienten und ihrer Angehörigen.

Die meisten Menschen wünschen sich, bis zum Ende ihres Lebens in ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können. Dank der Begleitung durch den Palliativstützpunkt konnten 88% der in diesem Jahr aufgenommen Patienten bis zu ihrem Tod in ihrem Zuhause bleiben. Für die Patienten und die an ihrer Versorgungen beteiligten Menschen bedeutet der Palliativstützpunkt eine erhebliche Entlastung: Rund um die Uhr stehen per Hotline Pflegefachkräfte und Ärzte der Palliativmedizin für Fragen und Notsituationen zur Verfügung.

 

Beratung in ethischen Grenzsituationen

Der Palliativstützpunkt und das Krankenhaus Nienburg haben ein gemeinsames Ethikkomitee eingerichtet.

„Meine Mutter ist 89 und seit einigen Jahren dement. Sie hat vor einigen Tagen aufgehört zu essen und sagt, dass sie nicht mehr will. Nun soll eine Ernährungssonde gelegt werden. Sie wehrt sich dagegen, aber sie versteht doch gar nicht, was da passiert. Ich bin ihre Betreuerin und muss entscheiden: Was soll ich tun?“

„Bei mir wurde Krebs im Endstadium diagnostiziert. Meine Frau möchte, dass ich mich auf die Maximaltherapie einlasse, die der Onkologe vorgeschlagen hat. Mein Hausarzt ist skeptisch und meint, ich sollte die Zeit, die mir bleibt, besser zuhause und mit palliativer Unterstützung verbringen. Ich weiß nicht, was ich machen soll.“

Mit den Möglichkeiten der modernen Medizin tauchen immer häufiger schwer zu beantwortende Fragen auf. Patientinnen und Patienten, ihre Angehörigen, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen stehen immer wieder vor Entscheidungen, die einen ethischen Konflikt darstellen: Was ist „richtig“, wenn man medizinische Maßnahmen für einen nicht (mehr) einwilligungsfähigen Menschen verantworten muss? Welche Kriterien sollen gelten, wenn man für sich oder mit einem nahestehenden Menschen lebenswichtige Entscheidungen über Therapien oder Therapiebegrenzungen zu treffen hat?

Oft erschweren auch die unterschiedlichen, manchmal gar nicht bewussten Werte und Normen von Patienten, Pflegenden und Ärzten die Entscheidungsfindung.

Für diese schwierigen Situationen haben der Palliativstützpunkt und die Mittelweser Klinik Nienburg ein Ethikkomitee eingerichtet. Ziel dieser interdisziplinären Arbeitsgruppe ist es, Patientinnen und Patienten, deren Angehörige ebenso wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen in ethischen Fragen beratend zu unterstützen.

Jeder, der sich in Bezug auf Behandlung oder Pflege eines Menschen in einem ethischen Konflikt sieht, kann sich über den Palliativstützpunkt an das Ethikkomitee wenden. Dessen Mitglieder sind geschult, ein fachkundig strukturiertes Gespräch über die jeweilige Konfliktsituation zu moderieren. Sofort nach Eingang der Anfrage setzt sich ein Mitglied des Ethikkomitees mit dem Antragsteller in Verbindung, lässt sich den Fall kurz schildern und vereinbart dann zeitnah eine Fallbesprechung. An diesem Gespräch nehmen der Antragsteller, mindestens zwei Mitglieder des Ethikkomitees und evtl. weitere für den Fall wichtige Personen teil. Im Zentrum der Beratung stehen der Patient bzw. die Patientin, sein / ihr Recht auf Selbstbestimmung und sein / ihr Wohl. Dabei sollen die verschiedenen Aspekte der medizinischen, pflegerischen, sozialpsychologischen und seelsorgerlichen Fragestellungen berücksichtigt werden. Auf diese Weise wird die Last der Entscheidungsverantwortung für den Einzelnen gemildert.

Nach eingehender Beratung, die die verschiedenen Blickwinkel für die jeweils konkrete Situation berücksichtigt, spricht das Ethikkomitee dem Antragsteller eine Empfehlung über das weitere Handeln aus.

Die Schweigepflicht und der Datenschutz der betroffenen Personen bleiben in jedem Fall gewahrt. Zugleich bemüht sich das Ethikkomitee aber auch um die allgemeine ethische Bewusstseinsbildung in einer Gesellschaft, die sich immer häufiger mit diesen Fragestellungen konfrontiert sehen wird.

Anfragen an das Ethikkomitee werden im Büro des Palliativstützpunkts entgegen genommen unter 

info(_AT_)palliativ-nienburg.de
 oder Telefonnummer 05021/6001919.

 
 
Anmeldung
   
xxx

Palliativstützpunkt
Nienburg/W. & Umgebung e.V.

Moltkestraße 4
31582 Nienburg

Tel. 0 50 21- 6500 500
Fax 0 50 21- 6500 599
E-Mail info@palliativ-nienburg.de   
Web www.palliativ-nienburg.de

Stacks Image 170852
S

Palliativstützpunkt
Nienburg/W. & Umgebung e.V.

Moltkestraße 4
31582 Nienburg

Tel. 0 50 21- 6500 500
Fax 0 50 21- 6500 599
E-Mail info@palliativ-nienburg.de   
Web www.palliativ-nienburg.de

xxx
Stacks Image 170864

© Palliativstützpunkt Nienburg
Impressum | Datenschutz
Realisation: rumecon.de - Medienagentur